Mit dem richtigen Gefährt durch Australien

Mit der G-Klasse AMG durch Australien?

Ich war lange unschlüssig, welches Auto ich für unsere Reise quer durch Australien kaufen sollte. Eins stand fest: es muss zuverlässig sein! Damit meine ich vor allem, dass es nicht schon eine halbe Million Kilometer auf der Uhr hat oder schon von sämtlichen Backpackern an die Grenzen des Unmöglichen getrieben wurde. Ziemlich schnell fiel mein Augenmerk auf allradbetriebene Fahrzeuge. Die Auswahl ist groß und auch hier gibt es Unterschiede, wie zum Beispiel der Ersatzteilemarkt, die Ausstattung, die Laufleistung und nicht zuletzt natürlich die Pflege des Fahrzeugs. Da mein Geldbeutel nicht ganz so dick ist, hat es leider nicht für nachfolgendes KFZ gereicht 😦

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Nur gucken, nicht anfassen!

Ich machte mich also im Internet auf die Suche, durchforstete alle möglichen Backpacker-Gruppen auf Facebook und schaute bei Gumtree, dem australischen Pendant zu eBay Kleinanzeigen. Außerdem hatte ich guten Kontakt zu meinem Vermieter, für den ich das eine oder andere Mal auch gearbeitet hatte, und kam so in den Genuss seinen Geländewagen zu fahren. Max, ein Freund aus der WG, drängte mich dann auch direkt, unseren Vermieter zu fragen, ob er nicht sein Auto verkaufen würde. Kurze Zeit später hatte ich dann drei Besichtigungstermine und viel Vorfreude.

Nissan Pathfinder Backerpacker, dreamcatchertv
Nissan Pathfinder, 6 Zylinder, 245.000 km

Das erste Auto war von einem Backpacker, mit dem ich auch schon gearbeitet hatte. Er wollte seinen Nissan Pathfinder, welcher bereits so umgebaut war, dass man darin schlafen kann, verkaufen. Der zweite Wagen, ein Land Rover Disovery 1, war ebenfalls von einem Reisenden, allerdings wurde er kurz vor meiner Besichtigung schon verkauft. Schließlich blieb noch das Auto von Graeme, der selbst mehrere Fahrzeuge hat und seinen Fuhrpark verkleinern wollte. Sein Auto, ein Nissan Patrol von 1993, hat mir von Anfang an am besten gefallen.

 

Nach nicht allzu langem Nachdenken fiel meine Entscheidung auf den Nissan Patrol von Graeme. Die o.g. Punkte sprachen deutlich für ihn und er war auch noch nahezu im Originalzustand und hatte einige Extras.

Steckbrief Nissan Patrol 4×4Nissan PAtrol 4.2 1993, dreamcatchertv

Motor:                                        6 Zylinder 4.2 l Benzin 175 PS
Getriebe:                                    Manuell 5 Gang-Getriebe
Türen:                                         5 Türen (Heckklappe geteilt)
Sitze:                                           7 Sitze
Antrieb:                                      Wahlweise Heckantrieb oder Allradantrieb
Extras:                                        Elektronische Außenspiegel, Servolenkung,                Zentralverriegelung, Kassettenradio,Bullbar, Dachgepäckträger, Zusatzscheinwerfer, Scheinwerferschutz

 

Der Umbau unseres Nissan Patrol

Die Idee für den Umbau des Nissan bestand darin, dass Johanna und ich im Auto schlafen können und im Notfall auch noch Platz für drei Mitfahrer hätten. Gemeinsam mit Luis, einem Freund aus einer anderen WG machten wir uns also an die Arbeit. Als erstes wurde der Patrol gründlich ausgemessen, dann die verschiedenen Ideen zusammengetragen und schlussendlich haben wir uns auf eine geeinigt. Als nächstes habe ich alle nötigen Materialien besorgt, das Holz bekam ich von Graeme gesponsert und die anderen Sachen kaufte ich im Baumarkt. Schrauben am Patrol, dreamcatchertv
Im Bereich des Kofferraums haben wir unter der Deckplatte Platz für drei Plastikboxen, in denen wir hauptsächlich Geschirr, Essen und Vorräte verstauen (insgesamt 150 l). Dazu wurde die hintere Sitzreihe ausgebaut, sodass wir auch nur noch einen 5-Sitzer haben. Die mittlere Sitzreihe ist doppelt zusammengeklappt und bietet so das Fundament für die vordere Deckplatte. So haben wir auch hier noch einmal genügend Stauraum für unser Gepäck, die Campingstühle und eine Kühlbox. Die Matratze liegt auf zwei Sperrholzplatten und bietet eine Liegefläche von 140 x 2oo cm also wie ein ganz normales Doppelbett. Schlafen im Auto, Nissan Patrol, dreamcatchertv Schlafen im Auto, Nissan Patrol, dreamcatchertv

Der Dachkorb bietet weiteren Stauraum für wetterfeste Sachen wie zum Beispiel zusätzliche Benzinkanister, einem Campingtisch, dem Surfboard unserer Travelmates und eignet sich auch als Hochsitz für schöne Fotos. Der Nissan Patrol ist ein richtiges Tier und hat uns bisher noch nicht im Stich gelassen. Er hat vor dem Roadtrip noch eine kleine Spa-Behandlung erhalten, die zum einen neue Rücklichter beinhaltete und des weiteren ein Öl- und Bremsflüssigkeitswechsel auf dem Programm stand. Immer wenn ich ihn sehen freue ich mich und denke die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Einzig und allein beim Tanken macht er mich etwas traurig, aber es ist ja auch sehr heiß hier und da soll man ja bekannterweise viel Trinken, gilt auch für den Nissan!

Schätzt doch mal wie weit wir etwa mit einer Tankfüllung kommen und schreibt mir unten in die Kommentare 🙂

Schöne Grüße
Franz

Ein Kommentar zu „Mit dem richtigen Gefährt durch Australien

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