Von Byron Bay nach Queensland – Zeitverschiebung?!

Die erste Nacht im Zelt endet bereits halb 7. Wir lagen wie die Ölsardinen zusammengequetscht nebeneinander, kaum genug Platz um sich zu drehen ohne dabei den anderen zu berühren. Jonny hatte eine aufblasbare Luftmatratze, schön für ihn. Denn die sah nicht nur super bequem aus, sondern hat auch schon die Hälfte vom Zelt ausgefüllt. Toms selbstaufblasbare Matte war ebenfalls bequem, nahm aber bei weitem nicht so viel Platz weg. Ich hingegen hatte nur eine Iso-Matte und eine Steppdecke als Unterlage, auch ein Schlafsack war nicht Bestandteil meiner Campingausrüstung (hätte ich wahrscheinlich auch nicht gebraucht, da viel zu warm). Mit schmerzendem Rücken und schweißgebadet wurde ich also wach und entschloss direkt aufzustehen, hauptsache raus aus dem stickigen Zelt. Bitte nicht falsch verstehen, das Zelt ist top, aber ich glaube einfach nicht für 3 „Lange Kerls“ wie uns ausgelegt. 🙂Byrn Bay, dreamcatcher.tv, dreamcatchertv, Traumstrand Australien

Die nachfolgende Prozedur sollte sich die nächsten Tage jeweils wiederholen. Wir bauten gemeinsam das Zelt ab, legten es zum kurzen
Trocknen über unser Auto und gingen anschließend in die Küche um zu frühstücken. Jeder hatte beide Hände voll, da wir so viele Sachen
mit zum Frühstück nehmen mussten. Es gab eigentlich immer als Vorspeise Cornfalkes und WheatBix mit Milch. Danach kam der Hauptgang, welcher aus Porigee (Haferflocken mit Milch aufgewärmt) und Früchten bestand. Wenn dann noch Platz war aßen wir entweder noch ein oder zwei Scheiben Toast und bereiteten uns auch für den Tag ein paar Scheiben Toast vor. Ich hatte bereits in Sydney einen Espresso-Maker gekauft, der dann auch so gut wie jeden Tag für frischen Kaffee zum Einsatz kam.Walk zum Lighthouse Bron Bay, dreamcatcher.tv, dreamcatchertv, work and travel australia

Ausreichend gestärkt machten wir uns dann nach dem Einladen des Autos auf den Weg. Für alles zusammen gingen täglich bestimmt 2 Stunden drauf, aber wir wollten uns ja auch kein Stress machen 😉
Unsere Route führte uns als nächstes zum Bade-, Surf- und Touristenort Byron Bay. Ein malerisches Städtchen in wundervollem Strand und
einer tollen Aussicht über die Küste. Der Weg zum Leuchtturm gestaltete sich als ebenso schweißtreibend, wie das übernachten im Zelt.
Dennoch lohnt es sich bis auf die Anhöhe zu steigen, da man von hier einen tollen Ausblick hat. Eins war allerdings auch klar, so verschwitzt konnten wir unmöglich zurück ins Auto steigen, deshalb gingen wir zurück an einen schönen Strandabschnitt, der uns unterwegs bereits aufgefallen war, um zu baden. Das Wasser war so klar und erfrischend, wir wollten gar nicht mehr raus. Wir waren nicht nur gefühlt sondern sogar tatsächlich die einzigen, die ohne Surfboard im Wasser waren. Peinlich? No way, ich weiß zwar nicht was das heißt, aber es hört sich gut an! 😀 In der prallen Mittagssonne wollten wir uns dann auch nicht mitten an den Strand legen, deshalb duschten wir und beschlossen weiter zu fahren.GoPro Hero, Byron Bay, dreamcatcher.tv, dreamcatchertv, actioncam australia

Für heute wollten wir noch einen Stopp an der Gold Coast und in Surfers Paradise machen. In dieser Zeit des Jahres feiern die Abiturienten
in Australien die letzte Schulwoche, bevor die Prüfungen geschrieben werden und haben daher Ferien. Diese beiden Städte sind u.a.
die Hauptziele der australischen Jugendlichen und erinnern mich schon sehr an meine Abifahrt nach Lloret de Mar, insbesondere was das Nachtleben angeht. Z.B. wurden wir auf dem Weg durch die Fußgängerzone direkt angesprochen wo wir heute Abend hin wollen und ob wir schon von diesem und jenem Club gehört haben etc. 😀 Es sind kaum Leute älter als 19 zu sehen, jeder trägt ein farbiges Armband und meist auch noch eine Art Abschluss-Shirt.Skyline Gold Coast, roadtrip australia, dreamcatchertv, dreamcatcher.tv, olympus kameras

Beim verspätetet Mittagessen in einem Burger Restaurant haben wir dann festgestellt, dass sich die Zeitzone geändert hat, obwohl wir ja nur in Richtung Norden unterwegs waren. Ganz nebenbei stellte sich dann heraus, dass Queensland im Vergleich zu New South Wales nur 9 Stunden Verschiebung nach Deutschland hat. Eigentlich interessiert uns das gar nicht, da man es sowieso nicht ändern kann, allerdings müssen wir ja wieder unser Zelt aufbauen und wollten das nicht schon wieder im Dunklen machen müssen.
Nach einem kurzen Spaziergang einmal an Strand und dann durch die Fußgängerzone ging es also weiter mit dem Auto zum Zeltplatz für die Nacht. Der Zeltplatz lag in Caloundra, der südlichsten Stadt der Sunshine Coast und ca. eine Fahrtstunde nördlich von Brisbane. Brisbane selbst war nicht Teil unserer geplanten Route, irgendwie hat keiner das Interesse verspührt hier Halt zu machen. Unser Zeltplatz war wieder mal gut ausgestattet und sehr sauber, einziger Nachteil unsere Bereich lag direkt neben einer der Hauptverkehrsstraßen. Es war Sonntagabend und nach dem Zeltaufbau bekamen wir mächtigen Hunger. Zu Fuß schnell zum nächsten Supermarkt um die Ecke, prima, der hatte schon zu. Im übrigen hatten alle Supermärkte in Caloundra sonntags schon um 18 Uhr geschlossen, wir waren da einfach andere Zeiten aus Sydney gewohnt. So „gönnten“ wir uns dann KFC, jeder ein Menü und zurück auf den Campground. Für mich war es das zweite Mal im Leben, dass ich bei KFC gegessen habe und jetzt steht auch fest, dass es das letzte Mal war. In der Nacht, als ich durch die Alarmanlage des Autos wach wurde, hatte ich richtige Bauchschmerzen und ein Übelkeitsgefühl.Lighthouse Lookout Byron Bay, dreamcatchertv, dreamcatcher.tv, olympus kameras, roadtrip australia

Apropos Alarmanlage: Nach der ersten Nacht im Zelt war uns klar, zu dritt schlafen wir keine weitere Nacht zusammen da drin. Deshalb war Jonnys künftiger Schlafplatz im Auto. Für eine Person war es nahezu perfekt, da all unsere Sachen weiterhin geschützt im Auto liegen konnten und wir nur ein paar Sachen umräumen mussten.
Gegen Mitternacht ertönte dann plötzlich die Hupe unseres Autos und die Warnblicklichter leuchteten im Takt dazu. Auslöser war Jonny, der mit seinem Fuß versehentlich im Schlaf gegen die Kofferraumklappe getreten hat. Nachdem die Ursache geklärt war, legten wir uns schmunzelnd wieder hin, da am nächsten Tag eine Wanderung durch einen Nationalpark geplant war.

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Blick in die Zukunft 🙂 mal sehen was uns als nächstes erwartet

Schöne Grüße
Franz

Ein Kommentar zu „Von Byron Bay nach Queensland – Zeitverschiebung?!

  1. Da blieb wohl nicht viel von Weihnachten, aber vielleicht ist es auch ganz gut, mal weit weg davon zu sein. 🌲
    Mein Großer wird morgen dreißig. Fliegt mit einem Freund früh von Zürich aus nach Tokio und dann weiter an die Südspitze. Von dort in aller Ruhe zwei Wochen zurück bis Tokio.
    Ich wünsche dir weiter eine gute Zeit, auch wenn ich kaum mal kommentierte, freut mich jeder deiner Berichte
    Gerald ☺

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