Wandern im Royal National Park

Train Station Otford, dreamcatcher.tv, royal national parkDas gute Wetter muss man einfach nutzen, deshalb plante ich einen Ausflug in den Nationalpark zwischen Wollongong und Sydney. Auf der Suche nach einem Trekking-Partner erstellte ich in einer Facebookgruppe eine Anzeige, in der Hoffnung jemand hat ähnliche Pläne und wir können zusammen los ziehen. Tatsächlich habe ich auch eine Nachricht, obwohl ich schon nicht mehr daran geglaubt habe, erhalten. Für den nächsten Morgen verabredeten wir uns also am Bahnhof in Otford, was in etwa der Mitte zwischen den beiden Städten entspricht. Bei wunderbaren Wetter und mit leichtem Wandergepäck starteten Engjull und ich die Tour. Erst einmal sehr viel Regenwald und kaum was zu sehen, doch dann immer wieder Aussichtspunkte von denen man die großen Wälder und Steilküsten überblicken konnte. Wilde Tiere sind uns nicht begegnete aber wir haben es immer wieder mal rascheln gehört links und rechts neben dem Track.

 

Nach etwa 1,5 Stunden erblickten wir unweit vor uns das weite Meer und den Burning Palm Beach, aber keine Angst es brannte nicht. Unser Ziel lag allerdings noch hinter zwei weiteren Küstenabschnitten – die Figure of 8 Pools!
Über große Felsbrocken am Fuße der Steilküste kletterten wir in Richtung der Pools. Es war nun nicht mehr das beste Wetter, da hier am Meer schon ein sehr rauer Wind wehte und die Sonne sich immer wieder hinter dicken Wolken versteckte. Egal, wir sind fast da und schon gespannt was uns erwartet. Nichts desto trotz wollte ich unbedingt einmal in die natürlichen Pools springen und natürlich ein paar Erinnerungsfotos machen.Royal NAtional Park, dreamcatcher.tv

Coast Royal National Park, dreamcatcher.tv

Das war wirklich kalt, aber dafür eine unbeschreibliche Erfahrung mehr. Anschließend suchten wir uns einen anderen Weg zur nächsten Bahnstation. Ein wirklicher steiler Anstieg über große Wurzeln und unebene natürliche Stufen führte uns dann zu einem öffentlichen Parkplatz. Hier angelangt, waren wir etwas unbeholfen und fragten eine australische Familie nach dem Weg. Nach einer weiteren halben Stunde oder etwas länger, da die Zeit immer so verfliegt wenn man gerade jemanden Fremdes kennenlernt, haben wir festgestellt, dass wir in die falsche Richtung gelaufen sind.

Der Weg zum nächsten Bahnhof war jetzt plötzlich statt 7 km irgendwas um die 14 km entfernt. Normal ist das kein Problem, aber es war zum einen kein Wanderweg mehr, sondern eine stark befahrene Straße und zum anderen waren unsere Wasser und Nahrungsvorräte schon aufgebraucht. Was nun, den ganzen Weg zurück oder entlang der Straße und darauf hoffen das uns ein freundlicher Australier vielleicht mit dem Auto mitnimmt. Wir entschieden uns für letzteres und liefen entlang der Straße. Gar nicht so ungefährlich, da hier viele Kurven und immer wieder Hügel waren, sodass die Straße recht unüberschaubar war. Während wir liefen, hielten wir also immer den Daumen hoch, sobald sich ein Auto näherte. Voller Hoffnung als die Bremslichter erleuchteten, aber zugleich wieder entmutigt, da das Auto nur wegen den gefährlichen Kurven bremste oder auch vor Schreck was die zwei Typen hier verloren haben.

Nach einer ganzen Weile und ein paar Kilometern hielt plötzlich ein Auto aus der entgegengesetzten Richtung neben uns an.

Hey Mate, do you need a lift?

Das waren die schönsten Worte an diesem Tag! Das junge Paar ist extra für uns umgedreht um zu fragen ob wir mitgenommen werden wollen. Sie waren selbst schon in so einer Situation und konnten sich daher in uns hinein fühlen. Ich wünsche mir, dass jeder auch mal selbst darüber nachdenkt, ob er denn angehalten hätte um uns mitzunehmen, auch wenn wir in dem Fall Fremde gewesen wären. Ich glaube das ist keine große Sache und es gibt bestimmt auch Gründe die dagegen sprechen, aber irgendwann kommt es einen bestimmt wieder zu Gute.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine angenehme Zeit, vielen Dank für das Lesen und für die vielen positiven Rückmeldungen von euch allen.Coast Royal National Park, dreamcatcher.tv

Schöne Grüße
Franz

5 Kommentare zu „Wandern im Royal National Park

  1. Das war für dich lieber Franz wieder eine tolle Erfahrung & unbeschreibliche Natur-Schauspiele. Ich wäre sofort mit in den Pool gehüpft… Deine tollen Fotos machen Lust aufs Reisen… Merci dass wir so nah dabei sein können.

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