Sydney: zwischen Chinatown und Steilküste

Was ist in der Zwischenzeit passiert? Ich war als letztes also in Newcastle und bin anschließend zurück nach Sydney in mein Hostel gefahren. Die restlichen drei Tage von Montag bis Mittwoch möchte ich gerne zusammenfassen.

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Am Montag habe ich meinen ganzen Schlaf, den ich durch den Jetlag verloren hatte, nachgeholt. Dass heißt im Klartext ich habe zwar erstmal nur bis um 9 Uhr geschlafen und war dann auch kurz beim Frühstück, anschließend habe ich mich aber nochmal hingelegt. Wenn der Körper Schlaf braucht, nimmt er ihn sich auch. Auf meine To-Do-Liste ganz oben waren noch solche Sachen gelistet, wie Konto eröffnen, Steuernummer beantragen und australische SIM-Karte aktivieren. Alle drei Dinge waren innerhalb einer Stunde erledigt. Jason, der recht junge Banker, hat mich ordentlich beraten und mir gleich ein paar Produkte aufgedreht. 😀 In Australien gibt noch Zinsen, also sogar auf das Gesparte. Auf mein Tagesgeldkonto erhalte ich hier für die ersten 6 Monate sage und schreibe 2,5 % und dann immerhin noch 1,5 %.

Sunset Sydney, Harbour Bridge, dreamcatcher.tv

Danach bin ich dann mit Bus und der S-Bahn zum Bondi Beach gefahren, einer der bekanntesten Strände In Sydney. Hier gibt es nicht einen Cliffwalk Sydney, dreamcatcher.tvfortlaufenden Sandstrand, sondern viele einzelne Buchten, die wiederum von gewaltigen Steilküsten von einander getrennt sind (eine davon ist Bondi Beach). So weit so gut. Am Strand angekommen habe ich mich erstmal für ein paar Minuten auf eine Bank gesetzt und den Anblick genossen. Herrlich türkis-blaues Wasser und kaum eine Wolke am Himmel. Außerdem finde ich es spannend und zugleich faszinierend die Surfer, oder die die es noch werden wollen, zu beobachten. Nach einer Weile lief ich entlang der Promenade in Richtung Norden auf die Steilküste zu. Mit etwas Abstand folgte ich einem asiatisches Paar, welches dann unterhalb des offiziellen Weges über große Felsbrocken kletterte und vielleicht einfach nur ungestört sein wollte. Mir egal, ich wollte auch klettern und die Wellen, die gegen die Felsen schlugen, von ganz nah sehen. Schon nach einigen Metern überholte ich sie, und war dann an der Spitze der Bucht angelangt. Vor mir der weite Ozean und hinter mir die gut und gerne 20 m  (oder mehr) hohe Steilküste. Was für eine Aussicht, nicht einmal die Surfer waren so weit draußen. Mit Blick nach Süden bäumten sich weitere Felswände wie aus dem nichts aus dem Meer auf, und man konnte erahnen, dass auch hier hinter eine neue Bucht wartete. Nach einigen Fotos kletterte ich zurück und setzte meine Wanderung fort. Ja richtig gelesen Wanderung, da es ständig auf und ab geht entlang des sogenannten Cliffwalks. Gegen Abend zeigte sich mir dann eine tolle Sicht auf Sydneys Zentrum mit untergehender Sonne. Dann zurück ins Hostel und gerade noch das Angebot vom benachbarten Restaurant genutzt, bei dem es montags immer Burger mit Pommes für gerade einmal 10 AU$ gibt und dazu habe ich mir mal ein eisgekühlte australisches Bier gegönnt. (Wenn das Bier fast so teuer ist wie der Burger 🙈)

Bondi Beach Wellen Sydney, dreamcatcher.tv

Tag zwei der neuen Woche habe ich dann genutzt um wieder einen Teil der Innenstadt zu erkunden. Auf dem Plan standen Chinatown, Darling Harbour und Circular Quay mit dem Opernhaus. Was soll ich dazu schon groß schreiben. Es ist halt eine Großstadt, schön es mal gesehen, aber gibt bestimmt noch weitaus mehr zu denken. 🙂 Was sich aber auf jeden Fall lohnt ist eine Fahrt mit der Fähre. Das ist nicht wirklich teuer, da es zum öffentlichen Nahverkehr zählt aber man hat mal eine ganz andere Sicht auf die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Am Abend tauschte ich mich dann mit meinem holländischen Zimmergenossen aus, wie man am besten einen Job findet und was man dafür noch so benötigt.

Stichwort White Card. Da es hier viele Baustellen gibt, werden auch viele Arbeiter benötigt die mit anpacken können. Wer jedoch auf einer Baustelle arbeiten will, muss bestimmte Sicherheitsvorschriften beachten und verstanden haben. Um das zu prüfen gibt es Kurse  (online oder persönlich), in denen man die Inhalte vermittelt bekommt, einige Fragen (135 Stück) beantworten muss, sein Wissen in mündlicher Form abgefragt wird, eine Gebühr zu zahlen hat und erst dann seine Lizenz erhält.
So setzte ich mich also am nächsten Morgen den PC, fing an die Fragen zu beantworten und das Audio Assesment zu erledigen. Puh, es war zwar nicht sonderlich schwer aber trotzdem zeitintensiv. Zwischendurch gab es zum Mittag eine 5-Minuten Terrine und dann ging es weiter. Den Rest des Tages verbrachte ich dann noch mit einer Sporteinheit im nahegelegenen Park und mit Einbruch der Dunkelheit bewaffnete ich mich mit meiner Kamera und probierte mich an ein paar Nackt… eh sorry Nachtaufnahmen. Danke für das Lesen und jetzt viel Spaß mit meinen ersten Versuchen von Nachtaufnahmen oder auch Langzeitbelichtungen. 🙂

Harbour Bridge at Night, Langzeitbelichtung, Olympus OMD EM 5, dreamcatcher.tv

Harbour Bridge at Night, Langzeitbelichtung, Olympus OMD EM 5, dreamcatcher.tv

Circular Quay at Night, Langzeitbelichtung, Olympus OMD EM 5, dreamcatcher.tv,

Opera House at Night, Langzeitbelichtung, Olympus OMD EM 5, dreamcatcher.tv

„Schöne Grüße!“
Wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten dafür die Sterne der Erinnerung.

In Gedenken an meinen Papa – ich trage dich in meinem Herzen!

4 Kommentare zu „Sydney: zwischen Chinatown und Steilküste

  1. Lieber Franz, dein Papa ist immer bei dir und passt auf dich auf… 😉 Ganz besonderst das Foto mit der Gicht am Meer war 100 % sein Ding & er wäre ebenso bis vor an das letzte Stück der Klippe gelaufen !
    Deine Fotos sind Mega und Postkarten geeignet :-)) Du wächst täglich mit Deinen Herausforderungen ! Dein Papa wäre sehr sehr glücklich darüber und mehr als Stolz auf dich !!

    Gefällt 1 Person

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