Von Sydney in die Blue Mountains – zwei Welten

Wie ihr bestimmt schon in meinem letzten Blog gelesen habt, hatte ich kein bisschen Jetlag! 🙂 Ich war lediglich neben der Spur, was die Schlafenszeit anging. Viele wissen sicherlich, dass ich nie Probleme hatte einzuschlafen, egal an welchem Ort, egal zu welcher Zeit – muss wohl in der Familie liegen.
Beispielsweise habe ich prinzipiell in der Mittagspause für mindestens 10 Minuten die Augen geschlossen und bin dabei oft so fest eingeschlafen, dass ich sogar geweckt werden musste.
Wovon einige aber nicht wissen, ist mein Problem mit dem Aufstehen. Da ich mir selbst nicht mehr zu helfen wusste, suchte ich einen renommierten Professor auf, der sofort das Krankheitsbild erkannte und mir folgende Therapie verschrieben hat:Wecker, aufstehen, Jetlag

In meinen ersten 2 Tagen hier in Down Under war alles anders. Ich konnte jeweils erst nach langem Kampf mit mir selbst und der deutschen Zeitzone einschlafen. Erstaunlicherweise war ich am nächsten morgen trotzdem schon vor meinem Wecker wach! So etwas ist mir noch nie passiert! 🙂
Naja umso besser, dann bleibt mehr Zeit die unzähligen Fragen die in meinem Kopf rumschwirren zu beantworten. Nach dem Frühstück und dem offiziellen Check-In, da gestern Nacht nur die Schlüsselübergabe erfolgte, packte ich meinen kleinen Tagesrucksack und stiefelte los. An der Rezeption habe ich mir eine mögliche Route aufzeigen lassen und diese grob in einen Stadtplan eingetragen. Es war an diesem Freitag morgen tolles Wetter mit ca. 22 Grad und so ging es in T-Shirt und Shorts durch den Großstadtdschungel als erstes mal zum weltberühmten Opernhaus mit der Harbour Bridge im Hintergrund.Sydney, Harbour Brdige, Opera House, Opernhaus

Skyline Sydney, Blauer Himmel, Bucht

Das Foto wurde vom St. Macquaries Point aus aufgenommen. Von hier hat man einen einmaligen Blick auf die Sehenswürdigkeiten und die Skyline von Sydney. Man erreicht diesen Lookout über einen Park der direkt an den Botanischen Garten angrenzt. Hier habe ich dann einfach mal zwei andere Backpacker aus Deutschland angesprochen und nach ein paar Erfahrungen gefragt. Schöne Grüße an euch, Danny und Alex, leider konnte ich euch über Facebook nicht ausfindig machen, meldet euch doch mal falls ihr das lest.
Der botanische Garten in Sydney ist ein wirklich entspannender Platz. Egal ob man sich hier auf einer Bank oder einfach auf den vielen Grünflächen nieder lässt, man kann wirklich gut die Seele baumeln lassen. Für mich ist es immer wieder beeindruckend, wie krass die Unterschiede sind, auf der eine Seite Wolkenkratzer und faszinierende Bauwerke und gerade einmal ein paar Meter weiter, Pflanzen und Tiere aller Art. Einen wirklich kleinen Einblick erhaltet ihr auf den folgenden Fotos.

Später am Abend hat das Hostel in dem ich mich einquartiert habe ein BBQ auf der Dachterrasse veranstaltet. Super Idee, da man so leichter Leute kennen lernt und noch dazu gab es das Essen umsonst. Nach einiger Zeit kam ich mit einem anderen Backpacker ins Gespräch. Anfangs tauschten wir uns auf Englisch aus, bis wir beide bemerkt haben, dass wir beide Deutsche sind. Es stellte sich heraus, dass er auch erst seit einer Nacht hier ist und wir auch so einige Gemeinsamkeiten hatten. Viel Erfahrung was das Allein-Reisen angeht habe ich ja nicht, um genau zu sein gar keine, deshalb um so besser, wenn ich mich gerade die erste Zeit mit jemanden zusammenschließe. Im weiteren Verlauf des Abends haben wir dann auch noch eine Gruppe Österreichischer Mädels kennengelernt und uns ausgetauscht. Verdutzt waren wir, als diese uns mitteilten, dass Österreicher kein Work and Holiday Visum erhalten! Deshalb waren sie nur auf der Durchreise, aber hatte schon einige Orte an der Ostküste auf ihrem Kurztrip sehen können.
Für mich war der erste Tag dann recht früh zu Ende, da ich jetzt merkte das mir irgendwie doch der Schlaf fehlte. Also ging ich ins Bett und ließ den ersten Tag in Sydney noch einmal an mir vorbei ziehen und freute mich schon auf den nächsten Tag.Royal Botanic Garden Sydney

Zug, Central Station, Sydney to KatoombaAn diesem Tag ging es mit dem Zug nach Katoomba, einer Stadt in den Blue Mountains mit dem Zug etwa 2h westlich von Sydney. Glücklicherweise konnte ich mich Wolfgang anschließen, der hier für eine Nacht ein Hostel gebucht hatte. Gemeinsam machten wir uns dann auf den Weg den National Park zu erkunden. Insgesamt legten wir an diesem Tag zu Fuß eine Strecke von über 12 km zurück. Das hört sich erstmal nicht viel an, naja kommt drauf an wie sportlich man ist, aber man darf die Höhenmeter die auf den Tracks liegen nicht vergessen. Begonnen haben wir bei dem ‚Three Sisters Lookout‘, einer der Touristenattraktion in Katoomba. Schnell ein paar Fotos geknipst und dann nichts wie weg, irgendwo hin wo mehr Natur und weniger Touristen sind. Also erstmal ein atemberaubender Abstieg entlang des Giant Stairways. Dann durch den Dschungel vorbei an mehreren kleinen Wasserfällen, über umgestürzte Bäume und entlang riesiger Felswände und -brocken! Unsere Toru führte uns immer wieder an neuen Aussichtspunkten vorbei und jedes Mal bot sich uns eine noch schönere Aussicht! Nur vereinzelt sind uns andere Wanderer oder kleinere Touristengruppen entgegen gekommen, was aber vielleicht auch noch an der Jahreszeit liegen mag – schließlich ist hier gerade einmal Frühling.

Nationalpark, Blue Mountains, Katoomba, Leura

Nach zwei Tagen habe ich also zum einen schon einen (kleinen) Teil der größten Stadt Australiens gesehen und zum anderen bin ich in das Gebirge gefahren und habe die beeindruckende Natur hautnah erlebt. Was mir dabei am meisten aufgefallen ist, bisher habe ich lediglich für Essen, Unterkunft und die Verkehrsmittel Geld ausgegeben. Besonders Zug fahren erscheint mir im Vergleich zu Deutschland sehr preiswert. Für die Strecke in die Blue Mountains habe ich weniger als 6 $ (entspricht ca. 4 €) bezahlt (einfache Fahrt), dabei saß ich etwas mehr als 2h im Zug. Was mir auch unweigerlich aufgefallen ist, dass die Temperaturunterschiede zwischen Sydney und Katoomba doch recht extrem sind. Am Tag unseren Ausflugs waren es ca. 12-14 Grad in Katoomba und um die 10 Grad mehr in Sydney, diese beiden Orte liegen nicht weiter als 100 km auseinander! Nachts waren die Temperaturen nur kurz über dem Nullpunkt. Wolfgang hat mir am nächsten Tag berichtet, dass im Hostel sogar der Kamin geschürt wurde.

Bevor ich es vergesse! Wenn ihr zu bestimmten Themen mehr erfahren wollt oder ihr Fragen habt, postet diese doch einfach in die Kommentare oder schreibt mich an. So kann ich die Antworten entweder im nächsten Blog mit einbauen oder euch direkt schreiben.

Schöne Grüße
Franz

2 Kommentare zu „Von Sydney in die Blue Mountains – zwei Welten

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