Noch nicht Australien Teil I

Mooin mooin von der Küste, um genau zu sein von der Ostseeküste, wo ich die letzten vier Tage verbracht habe.

Wer schon einmal an der Ostsee war, ist sicher mit mir einer Meinung: sie ist als Reiseziel definitiv lohnenswert!

Sonne, Strand, Ostsee, Strandkörbe, Boltenhagen
Bei strahlendem Sonnenschein macht Urlaub doppelt so viel Spaß.

An keinem Reiseziel war ich so oft wie an der Ostsee. Ob auf Usedom, Rügen, dem Darß oder in der Mecklenburger Bucht, hier kann man sich überall wohlfühlen. Als Kind bin ich mit der Familie meist nach Usedom gefahren, unsere Unterkünfte waren in Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin, drei Ostseebäder unweit von der polnischen Staatsgrenze entfernt.

In den Sommerferien am Strand zu sein, im Meer zu baden und Sandburgen zu bauen war für mich das Größte. Stundenlang habe ich mich mit Müde, Geschafft vom Strandtag, Getragen werdenmeinem Bruder zusammen in die Wellen gestürzt oder die verschiedensten Spiele ausprobiert oder gar erfunden. Total geschafft und ausgelaugt nach einem anstrengenden Badetag an der Ostseeküste, mussten wir zu Fuß zu unserem Ferienhaus zurück laufen. Meine Eltern erinnern sich gern daran, dass ich auf dem Weg nach Hause sogar im Laufen eingeschlafen bin oder spätestens dann am Abendbrotstich. Ein Mal war mein Kopf so schwer, dass er mir beim Essen einfach auf mein Butterbrot fiel. Solche Erinnerungen fallen mir bei jedem Besuch an der Ostsee wieder ein. Meine Liebe zum Meer und den Wellen wurde mit jedem Urlaub größer.

Urlaub, Familienurlaub, Ostsee, Geschwister, Tag am Strand, Partnerlook

Diesmal war unser Ziel der Bade- und Kurort Boltenhagen. Hier wohnt seit einigen Jahren mein Opa und es ist mittlerweile zur Tradition geworden, dass ich ihn einmal im Jahr an der Küste besuche. Übrigens bei meinem ersten Ostseeurlaub im Jahr 1994 (mit gerade einmal 2 Jahren) waren wir auch im Ostseebad Boltenhagen.

Voller Aufregung bereitet Opa jedes Mal die Betten für uns vor, kauft ein und wartet schon gespannt auf unsere Ankunft. Ich freue mich jedes Mal ihn wieder zu sehen. Als erstes stoßen wir obligatorisch auf ein paar schöne gemeinsame Tage an. Der Besuch in diesem Jahr ist für uns etwas ungewohnt. Das liegt natürlich daran, dass ich bald für eine längere Zeit nicht mehr in Deutschland bin. Besonders die Kommunikation mit meinem Opa stelle ich mir da etwas schwierig vor. (er hat ja weder WhatsApp geschweige denn Internet o. ä.) Umso schöner ist es für mich, die Zeit mit ihm und der Familie in seiner Wahlheimat jetzt zu genießen.

Bei unserem ersten Ausflug ging es nach Travemünde. Für Besucher aus östlicher Richtung kommend, empfehle ich das Auto auf dem Priwall zu parken und zu Fuß und auf die Fähre nach Travemünde überzusetzen. So erspart ihr euch lästiges Parkplatz suchen und ihr könnt später mit der reinen Fußgängerfähre zurück fahren. Das einfache Ticket kostet hierbei 1,30 € und die Parkplätze auf dem Priwall direkt am Straßenrand sind auch kostenfrei.

Zu unserer Überraschung (wir hatten uns vorher aber auch nicht informiert) waren wir nun plötzlich Gäste auf der 128. Travemünder Woche, ein Festival mit Tradition bei dem es primär um den Segelsport geht. Für Besucher wird aber weitaus mehr geboten als die Übertragung der Regatten. Es gibt verschiedene Bühnen mit Live-Musik, diverse kulinarische Köstlichkeiten und jede Menge Attraktionen für Groß und Klein.

Pizza, Landungsbrücken Restaurant TravemündeBlick auf den Yachthafen, Promenade,

Für uns ging es nach einem kurzen Einkaufsbummel und kleinem Mittag dann an der Travepromenade entlang Richtung Hotel Maritim. Entlang der Promenade erstrecken sich unzählige Einkaufsläden und während der Travemünder Woche zusätzlich noch Verkaufs- und Messstände aller Art.

Familie, Speedboat fahren, Schwimmwesten

Auf ca. halben Weg sind wurden wir durch eine Reklame auf ein Speedboat aufmerksam! Mit 700 PS über die Ostsee brettern, dass hatte ich auch noch nicht erlebt. Also nichts wie los, dass dachte sich auch mein Opa, der als erster „Hier“ schrie und schon mit einem Bein im Boot stand. Ohne zu zögern folgte ich ihm und nach kurzer Einweisung ging es raus auf die See.

Hammer, mit über 90 km/h über die Wellen zu jagen, wirklich ein Adrenalin-Kick der besonderen Art.

Insgesamt waren wir zwar nur 15 Minuten unterwegs, mehr wäre aber auch der Wirbelsäule nicht zumutbar gewesen. Besonders beeindruckt war ich von meinen Opa (Ü70), der trotz seines Alters für jeden Spaß zu haben ist.

AnFährschiff, Finnline, Travemünde, Hafeneinfahrtschließend ging es weiter entlang der Promenade zur Hauptbühne, von der inzwischen laute Rockmusik zu hören war. Von der Livebühne aus gelangte man direkt zum Strand, welcher zum Teil für das Festival mit genutzt wurde. Nach dem wir die vorbeifahrenden Fährschiffe der Finnline und die am anderen Ufer liegende „Passat“, ein historisches Viermast-Segelschiff, eine ganze Weile betrachtet haben, wurde es Zeit für etwas zu Essen.

Wir suchten uns einen Platz auf dem Festivalgelände, um die letzten Sonnenstrahlen einzufangen und gleichzeitig den Klängen der mittlerweile italischen Musik zu lauschen.

Der Heimweg wurde dann mittels der nahe gelegenen Personenfähre angetreten, aber Vorsicht, die letzte Fähre legt unter der Woche schon 23.45 Uhr ab.

4 Kommentare zu „Noch nicht Australien Teil I

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